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Geldstrafen für Füttern im Stadtpark

Veröffentlicht am 03/08/2018

Das Foto zeigt den Diplom-Biologen Oliver Tillmanns neben der Technischen Beigeordneten Sigrid Burkhart sowie Vertreter der Stadt und des Ausschusses beim Ortstermin gestern Abend im Stadtpark.

Der Stadtpark leidet unter der hohen Gänse- und Entenpopulation. Sowohl im Wasser, aber auch auf den Wiesen sorgen vor allem die Hinterlassenschaften der Tiere für eine hohe Belastung. Durch die Gänse fallen bis zu sechs Kilogramm Kot pro Tag an. Der zuständige Bau- und Umweltausschuss hat deshalb in seiner gestrigen Sitzung geeignete Maßnahmen diskutiert, um das Problem zu lösen. In einer Beschlussvorlage hatte die Stadtverwaltung mögliche Wege aufgezeigt und unter anderem eine stärkere Kontrolle des verbotenen Fütterns am See vorgeschlagen.

Diplom-Biologe Oliver Tillmanns machte bei einem Ortstermin im Stadtpark den Ausschussmitgliedern deutlich, warum dieser Ansatz von zentraler Bedeutung ist: „Das Füttern hat nichts mit Tierliebe zu tun, sondern schadet der Natur. Enten und Gänse werden im hohen Maße durch das leichte Futter angelockt, der Fischbesatz im See nimmt immer mehr zu. Gleichzeitig werden durch das Brot überflüssige Nährstoffe in das Wasser gebracht, die der Qualität des Sees zusätzlich schaden."

Der BUNA folgte diesem Vorschlag einstimmig - die Verwaltung erhielt den Auftrag, eine entsprechende Änderung im ordnungsrechtlichen Bereich herbeizuführen. Sigrid Burkhart, Technische Beigeordnete der Stadt Kaarst, setzt auf den erzieherischen Effekt der Strafen: „Über Geldstrafen erreicht man die Menschen vielleicht besser, als über die seit Jahren existierenden Hinweisschilder. Es geht uns nicht darum, der Oma mit dem Enkel die Freude am Sonntagsspaziergang zu verderben. Und geht es darum, den See und den Stadtpark zu retten. Seit Jahren machen wir auf die verheerende Wirkung des Fütterns aufmerksam, bisher ohne Erfolg. Über Strafen lässt sich leider häufig mehr erreichen."

Weniger Futter ist jedoch nur ein Ziel, ein anderes ist die Umgestaltung des Uferbereichs. Biologe Tillmanns erklärt, worum es dabei geht: „Gänse flüchten ins Wasser. Deshalb suchen sie Wasserflächen, die leicht zugänglich sind. Durch einen Besatz des Ufers mit Pflanzen und Totholz wird der Zugang zum Wasser erschwert." Auch diese Maßnahme fand eine Mehrheit, die Verwaltung wird nun eine konkrete Umsetzung erarbeiten und der Politik zum Beschluss geben. Zudem wird die Verwaltung im Auftrag des BUNA prüfen, inwiefern eine Entnahme der Eier aus den Brutflächen geeignet und durchführbar ist. Den Fischbesatz im See hat der Ausschuss ebenfalls im Blick.

Auf Vorschlag der Verwaltung soll das Verhältnis von Fried- zu Raubfischen verbessert werden. Ende Juni soll die Verwaltung im nächsten BUNA zu den ausgearbeiteten Maßnahmen, den damit verbundenen Kosten und deren Umsetzung berichten.



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