BAUM- UND GRÜNPATENSCHAFT

Im Stadtgebiet Kaarst stehen über 11.000 Bäume. Sie verschönern nicht nur das Stadtbild, sondern liefern auch Sauerstoff, spenden Schatten und binden Staub und Kohlendioxid. Jeder einzelne von ihnen benötigt zur Erhaltung Schutz und Pflege.

Die letzten heißen Sommer haben nachdrücklich gezeigt, dass auch die Kaarster Bäume unter der anhaltenden Trockenheit leiden. In den oberen Bodenschichten sind die Wasservorräte erschöpft. Insbesondere junge und flach wurzelnde Bäume können kaum ausreichend Wasser aus dem Boden ziehen. In der Folge sterben sie ab oder werden vermehrt durch Pilze und Insekten befallen. Die Stadt Kaarst reagiert langfristig bei Neupflanzungen im innerstädtischen Bereich mit der Auswahl klimaresistenterer Baumarten und Anpassung der Beete.

Die Kaarster Bürger*innen haben die Möglichkeit, mit Hilfe einer Patenschaft die Bewässerung und Pflege der städtischen Bäume und öffentlichen Grünflächen zu unterstützen. Mit der Bepflanzung/Pflege der öffentlichen Grünflächen und dem zusätzlichen Wässern bei Trockenheit leisten Paten*innen aktiven Umweltschutz und sorgen für ein angenehmes und freundliches Klima in der Stadt, den Straßen und in der Nachbarschaft.

Eine Patenschaft übernehmen - wie geht das?

Die Aufgaben der Paten sind gar nicht kompliziert und können jederzeit beendet werden. Hierzu einfach das unten aufgeführte Online-Formular ausfüllen. Die folgenden Kategorien einer Patenschaft stehen zur Verfügung:

  • Bewässerung eines Baumes / der Baumscheibe mit oder ohne Bewässerungssack
  • Bepflanzung und Pflege der Baumscheibe
  • Bepflanzung und Pflege einer öffentlichen Grünflächen (hierzu zählen auch die Pflanzkübel)

Der Baubetriebshof übernimmt die fachmännische Baumpflege wie das Schneiden der Äste oder das Entfernen von Totholz sowie die Düngung. Die sogenannte Verkehrssicherungspflicht bleibt eine städtische Aufgabe, genauso wie die regelmäßige Untersuchung des Gesundheitszustands des Baumes.

Das entsprechende Online-Formular finden Sie in unserem Service-Portal: Online-Formular Baum und Grünpatenschaft.

Logo Kaarst fürs Klima

Hinweise zu den Bewässerungssäcken

Gemäß „Empfehlungen für Baumpflanzungen, Teil 1: Planung, Pflanzarbeiten, Pflege“ der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. (FLL), Ausgabe 2015" wird für das Wässern von Bäumen folgendes empfohlen:

  • Bäume sind nach der Pflanzung in den ersten 5 Standjahren regelmäßig zu wässern. Erst dann haben die Wurzeln i.d.R. eine entsprechende Tiefe erreicht und einen so großen Wurzelraum erschlossen, dass auch Trockenperioden überstanden werden können. Durch eine gute Wasserversorgung kann das Risiko durch hitzebedingte Schäden vermindert werden.
  • Vor Beginn von Welkeerscheinungen ist in der Vegetationsperiode (April bis September) bei anhaltender Trockenheit (ab 10 Tage ohne Niederschlag), bei erhöhten Temperaturen und bei ersten Anzeichen von erschlaffenden Blättern zu wässern.
  • Der Wasserbedarf ist abhängig von der Wasserspeicherfähigkeit von Boden/Substrat, der Größe des Baumes, der Baumart und den Klimafaktoren, Sonneneinstrahlung, Temperatur, Wind und Niederschlag. Jährlich sind 8 bis 16 Bewässerungsgänge erforderlich Als Richtwert für die Bewässerungsmenge können bei Hochstämmen bis ca. 25 cm Stammumfang zwischen 75 und 100 Liter Wasser pro Bewässerungsgang angenommen werden. Bei größeren Bäumen können alternativ als Richtwert 20 Liter Wasser pro Kronenprojektionsfläche je Bewässerungsgang angesetzt werden. Die auszubringende Wassermenge ist ggf. in mehreren Einzelgaben je Bewässerungsgang auszubringen. Eine Definition der Kronenprojektionsfläche sowie eine Beispielrechnung können Sie der
    nebenstehenden Skizze entnehmen.