Starkregen, Hagel und orkanartigen Böen – dies ist das Szenario einer großangelegten Übung von Stadtverwaltung und Feuerwehr Kaarst. Ziel der Übung am Samstag, 30. August 2025, ist die Vorbereitung auf eine komplexe Notlage. Dabei sollen die Abläufe sowohl in der Verwaltung als auch bei der Feuerwehr unter realitätsnahen Bedingungen trainiert werden.

Im Zuge der Übung werden auch die Warnsirenen im Stadtgebiet ausgelöst. Zuerst wird gegen 10 Uhr das Signal „Entwarnung" zu hören sein: ein Dauerton von einer Minute.  Anschließend erfolgt das Sirenensignal „Warnung": ein auf- und abschwellender Dauerton von einer Minute. Danach ertönt erneut das Signal „Entwarnung". Zeitgleich mit dem ersten Sirenenton werden Warnfahrzeuge durch Teile von Kaarst fahren und über Lautsprecher Informationen verbreiten. Ebenfalls wird die Warn-App Nina mit Informationen versorgt. Warnung direkt aufs Handy oder Smartphone per Cell Broadcast werden nicht getestet, da dieses System nicht in der kommunalen Zuständigkeit liegt. Die Katastrophenschutzübung endet voraussichtlich gegen 14 Uhr.

„Im Laufe der Übung werden weitreichende Stromausfälle, infrastrukturelle Schäden und überlastete Notrufleitungen simuliert, was die Komplexität der Lage zusätzlich erhöht", erklärt Andreas Kalla, Leiter der Feuerwehr, der die Übung geplant und vorbereitet hat.

Die Leitung des Krisenstabes der Stadtverwaltung übernimmt der Erste Beigeordnete Dr. Sebastian Semmler: „Extreme Wetterlagen und damit verbundene Herausforderungen nehmen zu“, sagt Semmler: „Mit dieser umfassenden Übung wollen wir sicherstellen, dass unsere Einsatzkräfte und Mitarbeiter optimal vorbereitet sind und die Zusammenarbeit im Ernstfall reibungslos funktioniert. Besonders die Bewertung der Situation und die Kommunikation in einer komplexen Lage stellt eine große Herausforderung dar, die wir hier gezielt trainieren werden.“

Bürgermeisterin Ursula Baum bittet die Bevölkerung um Verständnis für mögliche Beeinträchtigungen während der Übung: „Die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger steht für die Stadt an oberster Stelle. Deshalb begrüße ich die bevorstehende großangelegte Feuerwehrübung sehr. Ich danke allen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern für ihr Engagement und ihre Bereitschaft, immer wieder höchste Einsatzbereitschaft zu zeigen.“  Die Bevölkerung wird eingeladen, die Notrufinformationspunkte zu besichtigen und sich hierüber zu informieren. Die Adressen dieser Sammelstellen sind auf der Webseite der Stadt Kaarst unter www.kaarst.de/notfallinformationspunkte zu finden

Die Notrufnummern 112 und 110 sind nicht von der Übung betroffen und stehen für reale Notfälle uneingeschränkt zur Verfügung.