Die Gewerbehalle an der Detlev-Karsten-Rohwedder-Straße in Kaarst-Holzbüttgen kann voraussichtlich ab Mitte Januar 2016 als Notunterbringungseinrichtung (NUE) des Landes NRW bezogen werden. „In meinen Gesprächen mit der Bezirksregierung Düsseldorf konnte ein Weg gefunden werden, der die Fortführung des Projektes ‚Flüchtlingsunterkunft Detlev-Karsten-Rohwedder-Straße‘ erlaubt“ so die Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus „und gleichzeitig der Stadt die Option für eine Weiternutzung ermöglicht.“

Die Vereinbarung zwischen der Stadt Kaarst und der Bezirksregierung Düsseldorf sieht eine zeitweise Nutzung der Halle durch das Land NRW als landeseigene Notunterkunft für bis zu 250 Flüchtlinge bis zum 30.06.2016 vor. Anschließend ist es der Stadt Kaarst möglich, die Liegenschaft für kommunal zugewiesene Flüchtlinge zu nutzen. Hierzu bedarf es noch weiterer Abstimmungen mit den zuständigen politischen Gremien.

In jedem Fall bedeutet die Einrichtung der NUE zum Jahresanfang auch eine zeitlich befristete Entlastung für die gesamte Unterbringungslage der geflüchteten Menschen im Stadtgebiet, da die Personen in der NUE des Landes auf das Zuweisungskontingent der Stadt angerechnet werden. Hieraus ergibt sich eine prognostizierte Entlastung bei den Zuweisungen für voraussichtlich 2 Monate.

„Dies würde bedeuten, dass wir in diesem Zeitraum voraussichtlich keine weiteren Turnhallen in Anspruch nehmen müssen. Bei der Weiternutzung als kommunale Einrichtung besteht dann auch die Hoffnung, dass die Turnhallen wieder freigegeben werden können. Damit stünden dem Schulsport und auch dem Vereinssport wieder mehr Übungs- und Trainingskapazitäten zur Verfügung und wir könnten als Stadt hier für Entlastung sorgen“ so die Bürgermeisterin. Die tatsächlichen Auswirkungen lassen sich jedoch wegen der nicht vorhersehbaren Zuweisungszahlen nicht abschließend angeben.