Im Jahr 2015 haben sich 193 Nationen bei der UN-Generalversammlung auf eine wegweisende Agenda geeinigt - die Agenda 2030. Ihr offizieller Titel lautet "Transforming our World: the 2030 Agenda for Sustainable Development" (Unsere Welt transformieren: Die Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung).
Sie bildet einen neuen globalen Rahmen für eine soziale, ökologische und ökonomische nachhaltige Entwicklung und umfasst 17 nachhaltige Entwicklungsziele, auch bekannt als SDGs (Sustainable Development Goals). Mit diesen 17 Nachhaltigkeitszielen (SDGs) formulierte die Weltgemeinschaft, das bis zum Jahr 2030 gemeinsam der Schutz der Umwelt, die Bekämpfung von Armut, Hunger oder Ungleichheiten mit dem Schutz unserer natürlichen Ressourcen in Einklang zu bringen sind. Die 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) behandeln die drängenden globalen und lokalen Fragen unserer Zeit, wie zum Beispiel den Klimawandel und seine Auswirkungen bekämpfen, Ökosysteme schützen, menschenwürdige Arbeit, Gesundheit und Bildung für alle fördern, nachhaltige Konsummuster sichern. Mit der Agenda 2030 bekräftigte die internationale Staatengemeinschaft, dass die globalen Herausforderungen nur gemeinsam gelöst werden können.
Die Agenda 2030 ist die Grundlage für die Nachhaltigkeitspolitik der Bundesregierung, die sich zu deren Umsetzung verpflichtet hat. Das Bundeskabinett hat die Weiterentwicklung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie am 10.März 2021 beschlossen. An der Weiterentwicklung beteiligt waren alle Ministerien und der Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung. 2023 / 2024 wird die Nachhaltigkeitsstrategie turnusgemäß erneut weiterentwickelt.
Zunehmend wird die Agenda 2030 zum Leitprinzip für die Umsetzung einer umfassenden zukunftsfähigen Handlungsweise und dient als Basis für vielfältige Aktivitäten und unternehmerische Strategien. Aktuell findet die Agenda 2030 zunehmende Anwendung bei der Antragstellung im Rahmen von Förderprogrammen. In NRW gilt dies unter anderem für Vorhaben im Rahmen des Strukturwandels im Rheinischen Revier und für Vorhaben in der aktuellen Förderperiode des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). (Quelle: https://nachhaltigkeit.nrw.de/nachhaltig/un-und-sdgs)
Mit Unterstützung der Servicestelle "Kommunen in der Einen Welt" haben der Deutsche Städtetag und die deutsche Sektion des Rates der Gemeinden und Regionen Europas eine Musterresolution mit dem Titel „2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“ entwickelt. Bereits mehr als 250 Kommunen haben die Musterresolution bereits unterzeichnet.
Aus kommunaler Perspektive sind vor allem folgende Ziele relevant:
- Städte und Siedlungen sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen;
- Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und zeitgemäßer Energie für alle sichern;
- eine belastbare Infrastruktur aufbauen,
- inklusive und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen; Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen.
Der Deutsche Städtetag hat gemeinsam mit dem Rat der Gemeinden und Regionen Europas/Deutsche Sektion für seine Mitgliedstädte deshalb die Musterresolution "2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten" zur Verfügung gestellt. Darin können Städte ihre Bereitschaft signalisieren, sich für ausgewählte Themen der Nachhaltigkeit zu engagieren und im Rahmen ihrer Möglichkeiten entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Das können Maßnahmen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit vor Ort sein, kommunale Strategien für ein Nachhaltigkeitsmanagement oder kommunale Partnerschaftsnetzwerke. (Quelle: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten: Deutscher Städtetag (staedtetag.de))
Da der kommunalen Ebene eine entscheidende Rolle zukommt, um die Agenda 2030 zu verwirklichen, hat auch die Stadt Kaarst, die Musterresolution der Agenda 2030 unterzeichnet. Im Rahmen der Möglichkeiten bekennt sich damit auch die Stadt Kaarst dazu, sich für die Umsetzung der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Vereinten Nationen einzusetzen. Im Rahmen der Allianz für Klima und Nachhaltigkeit des Rhein-Kreis Neuss werden mit allen Kommunen und dem Rhein-Kreis Neuss verstärkt aktuelle Themen und Projekte des Klimaschutzes, Klimawandels und Nachhaltigkeit, die von überregionalem Belang sind abgestimmt. Ziel ist es unter anderem die Synergieeffekte im Sinne einer ressourcenschonenden Zusammenarbeit zu nutzen. Die Allianz für Klima und Nachhaltigkeit möchte verstärkt die Verantwortung für die nachhaltige Entwicklung im Sinne der 17 globalen Entwicklungsziele (SDGs) umsetzen.
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