GEBÄUDEKATASTER

Es gibt seit ungefähr 12 Monaten in einigen Wohnquartieren in Kaarst Probleme mit Grundwasser in Kellern und Gebäuden. Diese Situation stellt eine erhebliche Belastung für viele Anwohnerinnen und Anwohner dar, und die Stadt Kaarst nimmt diese Herausforderung ernst.

Um Entscheidungen über mögliche Gegenmaßnahmen treffen zu können, muss die tatsächliche Betroffenheit festgestellt werden. Nur so kann die Planung zielgerichteter Maßnahmen erfolgen und eine Genehmigung beim Rhein-Kreis Neuss beantragt werden.

Um ein umfassendes Bild der Ist-Situation zu erhalten, hat die Stadt eine Umfrage zur Erstellung eines sogenannten Gebäudekatasters durchgeführt. Mit diesem Kataster sollen alle relevanten Daten über die Gebäude im Stadtgebiet zusammengeführt werden. Durch Informationen zu möglichen Grundwasser-Einbrüchen sowie der technischen Beschaffenheit der Gebäude ergibt sich eine Analyse der Ist-Situation und eine belastbare Prognose künftiger Betroffenheit.

Die Umfrage zur Erstellung eines Gebäudekatasters ist inzwischen beendet. 476 Eigentümer sind dem Aufruf der Stadt Kaarst gefolgt und haben die Daten zu ihrem Wohngebäude mitgeteilt. Ziel der Befragung war es unter anderem, belastbare Daten zur Grundwasser-Problematik in Kaarst zu erhalten. Eine mögliche Lösung für die betroffenen Haushalte könnten Pumpstationen sein, als Vorbild würde die Stadt Korschenbroich dienen. Diese Pumpstationen werden umlagefinanziert. Um in konkrete Planungen und Finanzierungsmöglichkeiten einzusteigen, ist die Zahl der betroffenen Haushalte von großem Interesse. Das Ergebnis der Umfrage: 237 Gebäude haben Grundwasserschäden, 234 dieser Gebäude sind unterkellert. In 243 Fällen verfügen die betroffenen Gebäude laut Eigentümern über eine Abdichtung.

Darus ergibt sich, dass nur wenige Quartiere im Kaarster Stadtgebiet sind von Grundwasser-Problemen betroffen sind. Dies zeigt auch eine Karte, mit der die Stadt die Daten aus dem Fragebogen zum Gebäudekataster verdeutlicht.