Neuer Standort, gleiches Spaßlevel - die Stadtranderholung 2026 schreibt auch am ungewohnten Standort in Holzbüttgen ihre Erfolgsgeschichte fort. Weil am Georg-Büchner-Gymnasium gebaut wird, musste die beliebte Ferienfreizeit auf das Gelände der Astrid-Lindgren-Schule in Holzbüttgen ausweichen. Und siehe da - der Umzug bringt auch Vorteile mit sich. "Wir sind bei Ausflügen deutlich flexibler, weil wir so nah an der Regiobahn sind", sagt Caroline Walter, das rote Klemmbrett unter dem Arm. Sie ist gemeinsam mit Sandra Reimann vom Jugendamt der Stadt Kaarst für rund 90 Kinder und 21 Betreuer verantwortlich. Da kann es mitunter ganz schön wuselig werden. Doch weil das Team aus vielen "alten Hasen" besteht, kann sie sich trotz ungewohnter Umgebung auf funktionierende Abläufe verlassen. Im Orga-Bauwagen laufen alle Fäden zusammen - "und es läuft richtig gut", sagt Caroline Walter.
Punkt 9 Uhr stürmen die Kinder zwischen 6 und 12 Jahren das Gelände - in den vier großen Gruppenzelten haben sie einen festen Anlaufpunkt. Workshops geben der Woche eine Struktur und alle finden ein passendes Angebot. So wie Clara - sie hat sich den Kreativ-Workshop ausgesucht und einen Stuhl komplett neu gestaltet. "Am Ende der Woche können die Kinder diese Stühle mit nach Hause nehmen", verrät Caroline Walter.
Während auf dem Schulhof gebastelt wird und die Theater-Gruppe ihr Stück einstudiert, toben sich die Kinder des Ball-Workshops und der Tanz-Gruppe in der Turnhalle am Bruchweg aus. Die Kinder aus dem Wald-Workshop sind mit der Regiobahn zur Endhaltestelle gefahren, um im Vorster Wald auf Entdecker-Tour zu gehen. "Zusätzlich bauen wir auch noch den Spielplatz bei Ikea und natürlich die Freizeitfläche direkt gegenüber am Bruchweg in unser Programm ein", sagt Ilena Schilling, die mit ihren 24 Jahren zu den "Seniorinnen" im Betreuer-Team gehört.
Am Wochenende bleibt kurz Zeit zum Luftholen. Montag geht es mit der zweiten Stadtranderholung weiter - 90 neue Kinder und viele spannende Erlebnisse. "Danke an das ganze Team. Die Stadtranderholung lebt von den Menschen, die sie seit Jahren zu einem einzigartigen Ort machen", sagt Bürgermeister Christian Horn-Heinemann.