Schnell gelesen:

  • Rund 9,1 Millionen Euro werden in die Zukunft des Schwimmbades an der Olympiastraße investiert.
  • Das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union unterstützen das Vorhaben mit rund 6,1 Millionen Euro.
  • Ab dem Sommer 2027 wird das Hallenbad voraussichtlich für ein Jahr geschlossen.

Das Hallenbad in Büttgen wird umfassend energetisch saniert. Heute hat Regierungspräsident Thomas Schürmann den Förderbescheid symbolisch an die Kaarster Gesellschaft für Bäder mbH übergeben. Rund 9,1 Millionen Euro werden in die Zukunft des Schwimmbades an der Olympiastraße investiert. Das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union unterstützen das Vorhaben mit rund 6,1 Millionen Euro.
 
Bürgermeister Christian Horn-Heinemann nahm den Bescheid am Morgen im Schwimmbad entgegen: „Die notwendige Sanierung des Hallenbades beschäftigt die Stadt seit Jahren. Das Schwimmbad ist in vielfacher Hinsicht wichtig für Kaarst: Hier lernen unsere Kinder schwimmen, hier können ältere Menschen ihren Sport treiben, und hier kann man als Familie einfach eine gute Zeit verbringen. Umso mehr freut mich die Förderzusage des Landes, die uns nun in die Lage versetzt, den Plänen zeitnah Taten folgen zu lassen.“

Die Zeitplanung für die Sanierung steht: Ab dem Sommer 2027 wird das Hallenbad voraussichtlich für ein Jahr geschlossen. Die Wiedereröffnung nach Abschluss der Arbeiten ist für den Spätsommer 2028 geplant. „Wir stehen mit allen Vereinen und Schulen im Kontakt. Derzeit prüfen wir, ob und wie wir in andere Schwimmbäder ausweichen können“, sagt Michael Wilms, Prokurist der Bädergesellschaft.
 
Das 1970 errichtete Hallenbad verfügt über ein 25-Meter-Schwimmbecken, ein Lehr- und ein Kinderbecken. Im vergangenen Jahr wurde das Bad durch 66.000 Badegäste aller Altersgruppen genutzt und dient zugleich Schulen, Kindertageseinrichtungen und Vereinen als Sport- und Übungsstätte. Trotz mehrerer Modernisierungsmaßnahmen in der Vergangenheit entspricht das Gebäude in vielen Bereichen nicht mehr den heutigen technischen Anforderungen.
Durch die Sanierung wird insbesondere die Gebäudetechnik modernisiert – Heizung, Lüftung, Dämmung, Fenster und Böden. Dadurch sollen die Energieeffizienz deutlich gesteigert, der Gasverbrauch für den Betrieb des Blockheizkraftwerks reduziert und die laufenden Betriebskosten gesenkt werden. „Dies sind Maßnahmen, die dem Nutzer nicht direkt auffallen werden, aber entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Bades sind“, sagt Dr. Sebastian Semmler, Kämmerer und Geschäftsführer der Kaarster Bädergesellschaft. Über die energetische Sanierung hinaus investiert die Bädergesellschaft in die Erneuerung des Eingangs- und Kassenbereiches im Schwimmbad.
 
Regierungspräsident Thomas Schürmann: „Das Hallenbad Büttgen ist für viele Menschen ein wichtiger Ort – für den Schwimmunterricht, den Vereinssport und die Freizeit. Mit der Förderung von mehr als sechs Millionen Euro kann dieses Angebot erhalten und zugleich energetisch zukunftsfähig aufgestellt werden. Als Bezirksregierung sorgen wir dafür, dass die Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union dort ankommen, wo sie vor Ort konkret wirken: für eine moderne kommunale Infrastruktur, einen geringeren Energieverbrauch und deutlich weniger Treibhausgasemissionen.“

Die Förderung deckt 80 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben von rund 7,71 Millionen Euro für die energetische Sanierung ab. Jeweils rund 3 Millionen Euro stammen aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Förderung erfolgt über den Programmbereich „progres.nrw – Energieeffiziente öffentliche Gebäude“ des EFRE/JTF-Programms Nordrhein-Westfalen 2021–2027. Das Programm unterstützt die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude. Ziel ist es unter anderem, den Energieverbrauch gegenüber dem bisherigen Zustand um mindestens 50 Prozent zu senken, Emissionen zu reduzieren und Klimaschutzmaßnahmen im öffentlichen Raum sichtbar zu machen. Landesweit stehen dafür rund 196 Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln zur Verfügung.