Die rheinische Martinstradition ist in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden. Damit würdigen die Deutsche Unesco-Kommission und die Kultusministerkonferenz eine Tradition, die seit Generationen das gesellschaftliche Leben auch in Kaarst prägt. Die Stadt Kaarst begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich und sieht darin eine Anerkennung für das Engagement vieler Ehrenamtlicher vor Ort. In allen Stadtteilen werden jährlich Martinsumzüge organisiert, entweder von Martinsvereinen oder von der Bruderschaft. Sie sorgen dafür, dass die Geschichte des heiligen St. Martin lebendig bleibt und von Generation zu Generation weitergegeben wird. Das Motiv des geteilten Mantels des heiligen St. Martin im Kaarster Stadtwappen unterstreicht zudem die besondere Bedeutung dieses Brauchtums für die Stadt.

„Die Aufnahme des rheinischen Martinsbrauchtums in das Bundesverzeichnis freut mich sehr. Sie zeigt, welchen hohen Stellenwert diese Tradition bei uns im Rheinland hat“, erklärt Bürgermeister Christian Horn-Heinemann. „Gerade in Kaarst wird St. Martin mit großem Engagement gelebt – in unseren Stadtteilen, in den Vereinen und Bruderschaften, in den Familien.“ Horn-Heinemann, der selbst Schirmherr von mehreren Martinszügen ist, betont insbesondere die Bedeutung des ehrenamtlichen Einsatzes: „Mein herzlicher Dank gilt allen, die sich Jahr für Jahr für die Organisation der Martinszüge einsetzen. Ohne dieses Engagement wäre diese lebendige Tradition nicht denkbar. Ebenso danke ich den Kirchen, die das Brauchtum seit jeher begleiten und mittragen.“

Die Stadt Kaarst sieht in der Auszeichnung einen Ansporn, das Martinsbrauchtum auch künftig aktiv zu pflegen und weiterzuentwickeln – als wichtigen Bestandteil des kulturellen Lebens und als gelebtes Zeichen für Gemeinschaft, Teilen und Mitmenschlichkeit.