Durch Hinweise aus der Bevölkerung und eigene Recherchen konnte die Stadt den möglichen Verursacher für die wilde Müllablagerung auf einem Wirtschaftsweg im Kaarster Westen ermitteln. Am Mittwoch, 29. Juli 2026, wurden Mitarbeiter des Unternehmens auf einer Baustelle in Vorst bei einem gemeinsamen Einsatz von Polizei und Ordnungsamt festgesetzt. Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich um einen klassischen Fall von Schwarzarbeit unter Verwendung falscher Firmen- und Personendaten. Die Stadt wird unabhängig von den strafrechtlichen Ermittlungen ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen das Bauunternehmen eröffnen, um den Schaden der illegalen Müllablagerung geltend zu machen.
„Der Fall zeigt: Wir klemmen uns bei solchen Sauereien dahinter und lassen nicht locker. Die Zusammenarbeit mit der Polizei hat hervorragend funktioniert“, sagt Bürgermeister Christian Horn-Heinemann. Ordnungsdezernent Dr. Sebastian Semmler ergänzt: „Wir werden durch die Höhe des Bußgeldes deutlich machen, dass diese Form der Müllentsorgung kein Kavaliersdelikt ist. Diese Ablagerungen gehen zum Schaden der Allgemeinheit: Dagegen wehren wir uns.“
Nachdem die Stadt die Ablagerung öffentlich gemacht hatte, gingen erste Hinweise auf ein auffällig lackiertes Fahrzeug ein, das zum Zeitpunkt der Ablagerung im Bereich des Wirtschaftsweges „Am Dellenwege“ gesehen wurde. Mitarbeiter des Ordnungsamtes und des Baubetriebshofes konnten den Bauschutt einer privaten Baustelle im Ortsteil Holzbüttgen zuordnen. Das dort beauftragte Unternehmen wurde mit dem beschriebenen Fahrzeug bei einer weiteren Bautätigkeit im Stadtgebiet gesichtet. Durch erneute Hinweise konnten die Mitarbeiter des Unternehmens am Mittwoch an der Baustelle in Vorst von Einsatzkräften des Kaarster Ordnungsamtes und der Polizei gestellt werden. Die Polizei hat die strafrechtlichen Ermittlungen übernommen.
In diesem Zusammenhang bittet die Stadt ihre Bürgerinnen und Bürger darum, bei der Beauftragung von unbekannten Unternehmen die Angebote mit gesundem Menschenverstand zu hinterfragen: „Wenn die Angebote beispielsweise für Pflasterarbeiten deutlich unter den marktüblichen Preisen liegen, sollte man skeptisch werden“, mahnt Ordnungsdezernent Dr. Sebastian Semmler: „Schwarzarbeit schadet allen, die illegale Entsorgung von Baumaterialien belastet den städtischen Haushalt und das häufig mangelhafte Handwerk geht zulasten des Auftraggebers. Wir nehmen diese Fälle als Stadt sehr ernst und werden gemeinsam mit Polizei und Zoll konsequent dagegen vorgehen.“