Die Stadt Kaarst erhält rund 4,4 Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Energetische Sanierung Kommunaler Gebäude im Rheinischen Revier“. Dieser Betrag liegt deutlich unter der Erwartung und bedeutet insbesondere für die Sanierung des Sportforums in Büttgen eine erhebliche Unsicherheit. Allein der hierfür eingereichte Förderantrag hatte ein Volumen von rund 28 Millionen Euro. „Die Nachricht aus dem Wirtschaftsministerium ist ein harter Schlag“, sagt Bürgermeister Christian Horn-Heinemann. Er kritisiert insbesondere die falsche Erwartungshaltung, die durch das Förderprogramm geweckt wurde: „Wir wurden geradezu aufgefordert, für die Sanierung des Sportforums einen Antrag über das Förderprogramm Rheinisches Revier zu stellen. Tatsächlich hat der Förderbedarf in den Kommunen die Möglichkeiten des Förderprogramms aber bei weitem überstiegen.“

Nun geht es darum, umsetzbare Perspektive zu erarbeiten. „Im ersten Schritt werden wir den Förderantrag für das Sportforum zurückziehen. Denn das jetzt zugesagte Förderbudget ist gedeckelt. Übersteigen bereits eingereichte Förderanträge das Budget, können keine weiteren Förderanträge eingereicht werden. Das Geld wäre somit nicht abrufbar. Wir müssen nachweisen, dass die Gesamtfinanzierung der eingereichten Vorhaben gesichert ist. Dies ist beim Sportforum ohne entsprechende Förderung nicht der Fall. Wir werden stattdessen in Höhe der zugesagten Förderung alternative Anträge stellen: Diese könnten die Sanierung der Matthias-Claudius-Schule oder die Dachsanierung des Georg-Büchner-Gymnasiums oder die Dachsanierungen des Büttgener und des Kaarster Rathauses betreffen. Hierzu werden wir im nächsten Stadtrat eine Entscheidung treffen“, sagt Kämmerer Dr. Sebastian Semmler.

Zur Sanierung des Sportforums steht die Stadt Kaarst im engen Austausch mit dem Rhein-Kreis Neuss. „Wir arbeiten weiterhin an einer gemeinsamen Lösung und hoffen auch auf eine bereits zugesagte Unterstützung des Landes. Sollte uns dies gelingen, hat das Sportforum eine Zukunft“, sagt Bürgermeister Christian Horn-Heinemann.