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- Bis zum Jahresende soll das Konzept im Entwurf erarbeitet werden.
- Das Projekt wird durch Bundesumweltministerium zu ca. 80% Prozent gefordert.
- Die Stadt investiert einen Eigenanteil von rund 22.000 Euro.
Die Zahlen zum Projektstart machen die Bedeutung des Vorhabens deutlich: Seit den 60er Jahren ist die Temperatur in Kaarst um rund 2 Grad Celsius gestiegen. Die Winter werden immer milder, die Sommer immer heißer. Die Zahl der Hitzetage steigt: Experten prognostizieren rund künftig 40 Hitzetage pro Jahr. Sabine Zierz, Klimaanpassungs-Managerin bei der Stadt Kaarst: „Die Prognosen zeigen in der nahen Zukunft Werte wie in Norditalien und in der fernen Zukunft wie in Andalusien. Nicht irgendwo, sondern hier bis uns in Kaarst. Darauf müssen wir uns einstellen, deshalb erarbeiten wir nun ein Klimaanpassungskonzept. Denn Kaarst muss sich anpassen, um mit den Herausforderungen des Klimawandels klar zu kommen. Wie genau, das erarbeiten wir nun mit Experten und unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.“
Zum Projektstart begrüßte Bürgermeister Christian Horn-Heinemann im Kaarster Rathaus ein Team aus Beratern, Wissenschaftlern und Amtsleitungen. Federführend wird das Projekt durch Rebel Deutschland und AtmoVera begleitet. Die Beratungsagenturen haben sich auf die Erarbeitung von Klimakonzepten im öffentlichen Sektor spezialisiert. Wissenschaftliche Unterstützung kommt von der Technischen Hochschule Köln. „Wir wollen möglichst viel fachliches Wissen und Erfahrung aus der Umsetzung in Kommunen einbinden. Denn das ist ganz wichtig: die konkreten Maßnahmen vor Ort“, sagt Horn-Heinemann.
Im ersten Schritt wird die konkrete Betroffenheit in Kaarst analysiert. Bereits jetzt ist klar: „Tun wir nichts, dann werden wir die Folgen deutlich spüren – auch durch konkrete Schäden an Gebäuden und in den Straßen“, so Klimaanpassungs-Managerin Zierz. Deshalb werden sogenannte Hotspots ermittelt – also Bereiche in der Stadt, wo die Klimafolgen besonders zu spüren sein werden: Wärmeinseln, Überflutungsflächen, Bereiche mit hohem Sturmrisiko. Hieraus ergeben sich in der Folge die Handlungsfelder für das Konzept. „Wir werden die Öffentlichkeit bei der Erarbeitung des Konzepts einbinden“, verspricht Zierz: „In Workshops und bei Vorträgen sollen auch Ideen aus der Kaarster Stadtgesellschaft aufgegriffen sowie notwendiges Wissen vermittelt werden.“
Bis zum Jahresende soll das Konzept im Entwurf erarbeitet werden. Das Projekt wird durch Bundesumweltministerium zu ca. 80% Prozent gefordert. Die Stadt investiert einen Eigenanteil von rund 22.000 Euro. „Jeder Euro ist hierbei gut investiert – gerade in der späteren Umsetzung der Maßnahmen. Denn die Folge des Klimawandels werden ungleich teurer“, sagt Zierz.