Die Stadt Kaarst geht gegen den Eichenprozessionsspinner vor: An 655 Eichen im Stadtgebiet wird ab der kommenden Woche die Ausbreitung der kleinen, haarigen Raupen bekämpft. Besonders für Allergiker können die kleinen Tiere eine Gefahr darstellen. Im Fall einer Bedrohung werfen die Raupen Brennhaare ab, die ein Eiweißgift enthalten. Dieses kann wiederum starken Juckreiz und beim Einatmen allergische Reaktionen und Atembeschwerden hervorrufen. Bei Kontakt mit den Brennhaaren sollte umgehend die Kleidung gewechselt und gewaschen werden. Haare und gereizte Augen sollten mit Wasser ausgespült werden.

Damit es zu solchen Gefährdungen erst gar nicht kommt, wird der Baubetriebshof die Eichen im Stadtpark mit einem Biozid gegen den Prozessionsspinner am Dienstag, den 06.05.2025 ab den frühen Morgenstunden wappnen. Bereits einen Tag vorher am 05.05.2025 wird die Maßnahme im restlichen Stadtgebiet durchgeführt. Für die Zeit der Ausführung wird der Stadtpark (ausgenommen La Madeleine Allee) sowie betroffene Bereiche im öffentlichen Grün für den Durchgang gesperrt. Die Ein- und Durchgänge sind durch Sperrschranken gekennzeichnet. Nach Durchführung der Maßnahme werden die Bereiche zeitnah wieder freigegeben. Für die Behandlung der Eichen wird ein spezielles Biozid genutzt, das die Raupen abtötet, bevor sie ihre Gifthaare ausbilden können. Für Menschen, Haustiere und Pflanzen ist das Mittel unschädlich.

Im Kaarster Stadtgebiet wird ein zunehmendes Vorkommen des Eichenprozessionsspinners beobachtet. Besonders der Klimawandel und die damit einhergehenden steigenden Temperaturen im Frühjahr begünstigen die Vermehrung der Raupen. Der Prozessionsspinner befällt dabei ausschließlich Eichen. Mit weißen Fäden eingesponnene Sträucher und Gewächse sind nicht sein Werk, wie fälschlicherweise oft angenommen. Verantwortlich für diese bizarren Kunstwerke ist die Gespinstmotte, deren Raupen für Menschen vollkommen ungefährlich sind.