Die Stadt Kaarst ergreift vorbeugende Maßnahmen zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners: An insgesamt 563 Eichen im Stadtgebiet wird in der 20. Kalenderwoche bei trockenen Wetterverhältnissen die Ausbreitung der kleinen, behaarten Raupen eingedämmt. Insbesondere für Allergiker stellen die Tiere ein gesundheitliches Risiko dar.
Im Falle einer Bedrohung stoßen die Raupen sogenannte Brennhaare ab, die ein Eiweißgift enthalten. Dieses kann bei Hautkontakt starken Juckreiz verursachen und beim Einatmen allergische Reaktionen sowie Atembeschwerden hervorrufen. Nach möglichem Kontakt mit den Brennhaaren wird empfohlen, umgehend die Kleidung zu wechseln und zu waschen. Zudem sollten Haare sowie gereizte Augen gründlich mit Wasser ausgespült werden.
Um gesundheitliche Gefährdungen frühzeitig zu vermeiden, wird der Baubetriebshof am Montag, den 11. Mai 2026, ab etwa 7.00 Uhr morgens mit der Behandlung der Eichen im Stadtpark beginnen. Die Maßnahmen werden anschließend im gesamten Stadtgebiet fortgeführt. Während der Durchführung wird der Stadtpark – mit Ausnahme der La Madeleine Allee – sowie betroffene Bereiche im öffentlichen Grün vorübergehend gesperrt. Entsprechende Sperrungen werden durch Absperrschranken kenntlich gemacht. Nach Abschluss der Arbeiten werden die betroffenen Flächen zeitnah wieder freigegeben.
Für die Behandlung kommt ein spezielles Biozid zum Einsatz, das die Raupen bereits vor der Ausbildung ihrer gesundheitsschädlichen Brennhaare abtötet. Das verwendete Mittel ist für Menschen, Haustiere und Pflanzen unbedenklich.
Im Stadtgebiet von Kaarst wird seit einiger Zeit ein zunehmendes Vorkommen des Eichenprozessionsspinners festgestellt. Insbesondere der Klimawandel und die damit verbundenen steigenden Temperaturen im Frühjahr begünstigen die Vermehrung der Raupen.
Wichtig zu wissen: Der Eichenprozessionsspinner befällt ausschließlich Eichen. Mit weißen Gespinsten überzogene Sträucher und andere Pflanzen sind nicht auf ihn zurückzuführen. Verantwortlich hierfür ist die Gespinstmotte, deren Raupen für den Menschen vollkommen ungefährlich sind.