Perspektiven auf Lehramt und kirchliches Leben im Erzbistum Köln 1930-1939
Das Verhältnis von Katholizismus und Nationalsozialismus zählt zu den meistdiskutierten Themenfeldern der deutschen Zeitgeschichte. Der Vortrag beleuchtet den Umgang der Kölner Kirche mit der nationalsozialistischen Bewegung und Herrschaft aus unterschiedlichen Perspektiven: im Blick der Bischöfe, in lehramtlichen Stellungnahmen sowie im kirchlichen Leben einzelner Gemeinden. Im Mittelpunkt stehen dabei zeitgenössischen Wahrnehmungen kirchlicher Akteure zwischen weltanschaulichem Konflikt, Anpassungsdruck und dem Anspruch auf Bewahrung katholischer Ordnungsvorstellungen. Anhand ausgewählter Beispiele aus dem Erzbistum Köln – unter anderem aus Kaarst und Büttgen – fragt der Vortrag danach, wie sich die nationalsozialistische Herausforderung im Alltag des katholischen Milieus konkret auswirkte.
Referent: Dr. Keywan Klaus Münster ist Abteilungsleiter Geschichte des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte