VOM SCHÜTZENFEST ZUM VOLKS- UND HEIMATFEST KAARSTER SCHÜTZENVEREINE 1933-1945

„In schönster Festesstimmung“

Vom Schützenfest zum Volks- und Heimatfest Kaarster Schützenvereine 1933-1945


Die Schützenbruderschaften sind die ältesten „Vereine“ in Kaarst. Ihre Ursprünge reichen bis in das Mittelalter zurück. Die traditionelle Kirmes und das Schützenfest waren und sind als fester Termin im Kalender eines jeden Kaarsters eingetragen. Für viele stellen sie den gesellschaftlichen Höhepunkt des Jahres dar.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sahen sich die Bruderschaften mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert. Zunächst führten Kriege und militärische Besatzungen zu Unterbrechungen und Einschränkungen des Vereinslebens. 
Die schwerste Belastung brachte jedoch die Zeit des Nationalsozialismus: Aus weltanschaulichen Gründen wurden die kirchlich geprägten Schützenfeste verboten. An ihre Stelle setzten die Nationalsozialisten ein weltlich orientiertes „Volks- und Heimatfest“, das den religiösen Charakter der Bruderschaften bewusst verdrängen sollte.

Die Referentin Dr. Britta Spies ist Leiterin des Rheinischen Schützenmuseums Neuss, und der Referent Dr. Ansgar S. Klein ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Stadtarchivs Kaarst.
 

Schützenkönig Hermann Krause bei der Regimentsabnahme mit dem NSDAP-Ortsgruppenleiter Rudolf Scheibner auf der Adolf-Hitler-Straße in Büttgen (1934)
Schützenkönig Hermann Krause bei der Regimentsabnahme mit dem NSDAP-Ortsgruppenleiter Rudolf Scheibner auf der Adolf-Hitler-Straße in Büttgen (1934)