ZWANGSARBEIT IN KAARST

„Ich hätte gern: 1 Melker, 1 Gemüsegärtner…“ Zwangsarbeit in Kaarst

Spätestens seit Kriegsbeginn 1939 war der Mangel an Arbeitskräften im Deutschen Reich deutlich. Wie bereits im Ersten Weltkrieg wurden zunächst Kriegsgefangene für Arbeiten herangezogen. Bald kam es zur Anwerbung von Zivilarbeiterinnen und Zivilarbeitern. Nach dem Angriff auf die Sowjetunion wurden Menschen zur Zwangsarbeit ins Deutsche Reich verschleppt. Die Unterbringung und den Einsatz in der Kaarster Landwirtschaft koordinierte der Ortsbauernführer. Seine im Stadtarchiv überlieferten Akten geben einen detaillierten Einblick in die Organisation der Zwangsarbeit vor Ort.

Dr. Ansgar S. Klein, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Stadtarchiv Kaarst