Wie vielfältig die Tradition rund um Sankt Martin ist, zeigt die Ausstellung „Kulturerbe Sankt Martin“, die derzeit in Kaarst zu sehen ist. Bürgermeister Christian Horn-Heinemann eröffnete die Ausstellung des Martinsbundes am Montag in der Rathausgalerie.

Der Vorsitzende des Martinsbundes, René Bongartz, gab den Gästen bei der Eröffnung einen kurzweiligen Einblick in die Geschichte des heiligen Martin und die Entwicklung des Martinsfestes. Dabei berichtete er über die Ursprünge und die unterschiedlichen Bräuche, die bis heute gepflegt werden. Im Rahmen der Eröffnung überreichte Norbert Moormann, Vorsitzender des Martinsvereins Vorst, dem Bürgermeister eine Urkunde über die Anerkennung der Martinstradition im Rheinland als immaterielles Kulturerbe. Ich freue mich, dass wir das Martinsfest in Kaarst noch immer so feiern, wie es schon viele Generationen vor uns getan haben. Traditionen bleiben lebendig, wenn wir sie weitergeben. Und beim Martinsfest wird eine Botschaft vermittelt, die bis heute wichtig ist: miteinander teilen, füreinander da sein und anderen helfen“, sagt Christian Horn-Heinemann.

Auf 20 anschaulich gestalteten Tafeln informiert die Ausstellung über das Leben des heiligen Martin, traditionelle Bräuche und die heutigen Martinsfeiern. Auch die unterschiedlichen Ausprägungen der Martinstradition in anderen Regionen und Ländern werden vorgestellt. Ein besonderer Blickfang ist ein nachgestellter Martinszug im Miniaturformat. Joachim Bobert aus Wegberg hat dafür zahlreiche Playmobil-Figuren, Häuser und Fahrzeuge zusammengetragen und in einem Schaukasten zu einer kleinen Martinswelt arrangiert. Die Ausstellung richtet sich insbesondere an Kindergarten- und Schulgruppen, ist aber auch für Familien und interessierte Erwachsene sehenswert. 

  • Noch bis zum 5. November 2026 ist sie in der Rathausgalerie zu sehen. 
  • Vom 6. bis zum 12. November 2026 wird sie im Verwaltungsgebäude Büttgen gezeigt.